﻿{"id":232,"date":"2020-09-12T20:29:06","date_gmt":"2020-09-12T18:29:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hannover-solidarisch.de\/?p=232"},"modified":"2021-05-17T11:15:08","modified_gmt":"2021-05-17T09:15:08","slug":"wer-hat-der-gibt-bundesweiter-aufruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hannover-solidarisch.de\/index.php\/2020\/09\/12\/wer-hat-der-gibt-bundesweiter-aufruf\/","title":{"rendered":"Wer hat, der gibt &#8211; Bundesweiter Aufruf"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/werhatdergibt.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/werhatdergibt.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Reichen m\u00fcssen f\u00fcr die Krise bezahlen! Die Corona-Gesundheitskrise ist in vollem Gange, doch der finanzielle und soziale Notstand steht uns erst noch bevor. Durch Rettungsaktionen vor allem f\u00fcr die Wirtschaft, h\u00f6here Arbeitslosigkeit und Steuerausf\u00e4lle muss der Staat viel mehr finanzieren, w\u00e4hrend er gleichzeitig Einnahmen verliert. Forderungen nach einem ausgeglichenen Staatshaushalt werden bald jene nach Corona-Soforthilfen und Konjunkturprogrammen \u00fcberlagern. Wo kann gespart werden und wo gibt es Geld zu holen? Das werden die umk\u00e4mpften Fragen der n\u00e4chsten Zeit sein.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Wirtschaft und bei den Reichen kennt man die Antwort schon. Der uns wom\u00f6glich drohende n\u00e4chste Kanzler Friedrich Merz will alle Sozialausgaben infrage stellen, andere wollen den Mindestlohn senken. Die Zeche sollen mal wieder wir zahlen; all jene, die die wirklich wichtige Arbeit machen und die Gesellschaft durch die Krise tragen: Besch\u00e4ftigte in Pflege- und Gesundheitsberufen, im Einzelhandel, auf den Feldern und in den Fabriken, nicht selten Frauen und Migrant*innen. Es ist keine Option, uns zur Kasse zu bitten, w\u00e4hrend wir unseren Kellnerjob verloren haben und uns die Miete nicht mehr leisten k\u00f6nnen. Als unterbezahlte Krankenpfleger*in oder Paketbot*in k\u00f6nnen wir uns keine weiteren Lohneinbu\u00dfen oder h\u00f6here Kitageb\u00fchren leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Geld ist woanders zu holen: Die reichsten zehn Prozent der Deutschen horten zwei Drittel des Verm\u00f6gens; 45 superreiche Haushalte besitzen genauso viel wie die \u00e4rmere H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung. Aber um die Folgen dieser Krise zu meistern, d\u00fcrfen sie nicht weiter in der goldenen H\u00e4ngematte liegen und Verm\u00f6gen anh\u00e4ufen. Es ist der Zeitpunkt gekommen, die Reichen in die Pflicht zu nehmen. Million\u00e4r*innen und Milliard\u00e4r*innen haben ihr Geld nicht \u201everdient\u201c, sondern sie haben sich angeeignet, was wir erarbeitet haben. Gro\u00dfe Unternehmen beuten Angestellte aus und prellen die Gesellschaft um Steuern. Jetzt muss ihr Reichtum dazu beitragen, dass sich die Armut im Land nicht weiter vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich Merz wollte einst seine unsoziale Gesellschaftsidee, bei der nur die Reichen profitieren, per Steuererkl\u00e4rung auf dem Bierdeckel durchsetzen. Wir schreiben eine andere Rechnung:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer, die effektive Besteuerung gro\u00dfer Erbschaften sowie eine einmalige Verm\u00f6gensabgabe f\u00fcr Million\u00e4r*innen und Milliard\u00e4r*innen<\/h4>\n\n\n\n<p>Seit der Aussetzung der Verm\u00f6genssteuer 1996 entgehen dem Staat rund 20 Milliarden Euro j\u00e4hrlich. Unternehmensdynastien vererben ihre Milliarden nahezu steuerfrei. All dieses Geld fehlt zur Finanzierung der sozialen Infrastruktur, gerade in Krisenzeiten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Investitionen in Sozialwesen, Gesundheit und Kultur<\/h4>\n\n\n\n<p>Das Gesundheits- und Bildungssystem sowie die Reste des Sozialsystems sind ohnehin ausgehungert. Hier muss investiert und darf nicht gek\u00fcrzt werden! Krankenh\u00e4user d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger gro\u00dfen Konzernen geh\u00f6ren, Clubs und Kultureinrichtungen m\u00fcssen gerettet werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mehr Geld f\u00fcr systemrelevante Berufe<\/h4>\n\n\n\n<p>Krankenpfleger*innen, Erzieher*innen, Erntehelfer*innen oder Kassierer*innen, aber auch Azubis oder studentische Hilfskr\u00e4fte werden massiv unterbezahlt. Ein Gro\u00dfteil dieser Arbeit, wie auch unbezahlte Sorgearbeit, wird von Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte gemacht. Finanzielle Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die wirklich systemrelevanten Berufe und Schluss mit Diskriminierung!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Unternehmenssteuern durchsetzen<\/h4>\n\n\n\n<p>Globale Konzerne prellen die Gesellschaft. Amazon, der gr\u00f6\u00dfte Krisenprofiteur von allen, zahlt so gut wie keine Steuern; Immobilienkonzerne bereichern sich ungebremst auf Kosten der Mieter*innen, die gerade jetzt jeden Cent zwei Mal umdrehen m\u00fcssen, und heizen die Gentrifizierung weiter an. Steueroasen abschaffen, Unternehmen effektiv besteuern, Mieter*innenrechte st\u00e4rken!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Finanzhilfen f\u00fcr swchere Arbeit statt Unternehmensgewinne<\/h4>\n\n\n\n<p>Aktion\u00e4r*innen d\u00fcrfen nicht von staatlichen Hilfen profitieren. Zusch\u00fcsse und Kredite m\u00fcssen an ein Verbot von Dividendenzahlungen und Steuerflucht gebunden werden. Unternehmen m\u00fcssen sich einer klimagerechten Energiepolitik verpflichten und sicherstellen, dass Besch\u00e4ftigte sichere Jobs mit korrekter Bezahlung haben. Mittelfristig m\u00fcssen Unternehmen unter die demokratische Kontrolle der Besch\u00e4ftigten gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden in den kommenden Verteilungsk\u00e4mpfen zusammenhalten und da abkassieren, wo der Reichtum \u00fcberquillt. Ab jetzt ist Schluss mit der Parole \u201eWer hat, dem wird gegeben.\u201c Ab jetzt gilt: \u201eWer hat, der gibt!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>https:\/\/werhatdergibt.org Die Reichen m\u00fcssen f\u00fcr die Krise bezahlen! Die Corona-Gesundheitskrise ist in vollem Gange, doch der finanzielle und soziale Notstand steht uns erst noch bevor. Durch Rettungsaktionen vor allem f\u00fcr die Wirtschaft, h\u00f6here Arbeitslosigkeit und Steuerausf\u00e4lle muss der Staat viel mehr finanzieren, w\u00e4hrend er gleichzeitig Einnahmen verliert. 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